LOA V: Neue Vergütungslogik, neue Herausforderungen - so sichert Ihre Apotheke die Rentabilität
- Pharmy AG

- 24. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Warum die "aufwandsorientierte Abgeltung” für viele Quartiersapotheken faktisch weniger Ertrag bedeutet und wie variable Personalkosten jetzt zum entscheidenden Hebel werden.

Am 1. Januar 2026 tritt der neue Apothekentarif LOA V in Kraft. Die offizielle Stossrichtung von pharmaSuisse und den Tarifpartnern ist klar und nachvollziehbar: Die Vergütung soll sich stärker am effektiven Aufwand orientieren (“Leistungsgerechtigkeit”).
Das klingt in der Theorie fair: Wer viel Aufwand mit neuen Patienten und komplexen Erstabgaben hat, wird besser entschädigt. Doch was bedeutet diese Umverteilung für die betriebswirtschaftliche Realität einer klassischen, etablierten Apotheke mit hohem Stammkundenanteil?
Hier lohnt sich ein genauerer Blick auf die Zahlen und auf Ihre Kostenstruktur.
Der Teufel steckt im Detail: Neu vs. Repetition
Die bisherige Pauschale (z.B. der Medikamenten-Check), die pro Zeile verrechnet wurde, fällt in ihrer alten Form weg. An ihre Stelle treten neue, differenzierte Positionen wie der Sicherheits-Check (insb. Liste B).
Das entscheidende Detail, das viele übersehen: Die Vergütung unterscheidet nun strikt zwischen Neubezug und Repetition.
Der “Gewinner”-Fall: Bei einem neuen Patienten mit einem neuen Rezept steigt die Vergütung leicht an. Apotheken in Passantenlage oder in Spitalnähe können hier profitieren.
Der “Realitäts”-Fall: Bei bestehenden Medikamenten und Repetitionen, also dem “Brot-und-Butter-Geschäft” vieler Quartierapotheken, sinkt die Abgeltung signifikant oft auf ca. die Hälfte des bisherigen Wertes).
Die betriebswirtschaftliche Konsequenz für Sie
Wenn Ihre Apotheke, wie die meisten, von treuen Stammkunden lebt, bedeutet die neue Logik: Weniger Ertrag für dieselbe Menge an abgegebenen Packungen bei Repetitionen.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das Risiko: Selbst bei einem ausgeglichenen Verhältnis von 50 % Neurezepten und 50 % Repetitionen kann unter dem Strich ein spürbarer Rückgang des Rohertrags stehen. Das Geld, das bisher als “Mischkalkulation” auch durch ruhigere Zeiten oder ineffiziente Abläufe querfinanziert hat, fehlt künftig in der Kasse.
Es handelt sich also nicht um eine böswillige Kürzung, sondern um eine Systemumstellung, die Apotheken mit vielen Stammkunden (weniger administrativer “Neu-Aufwand”) finanziell unter Druck setzt.
Da Sie an den Tarifen (Einnahmeseite) nichts ändern können und Fixkosten wie Miete und IT-Infrastruktur bestehen bleiben, rückt der grösste Kostenblock in den Fokus: Ihr Personal.
Das Problem: Hohe Fixkosten bei schwankender Frequenz
Viele Apotheken halten ein Stammteam vor, das gross genug ist, um Peakzeiten (Grippesaison, Ferien, Impfaktionen) abzudecken.
Die bisherige Mischkalkulation: Erträge aus Repetitionen konnten bislang ineffiziente Phasen oder Überkapazitäten im Dienstplan querfinanzieren.
Der neue Effizienzdruck: Mit den angepassten Tarifen entfällt dieser Puffer. Fixkosten für Personal, das gerade nicht produktiv ausgelastet ist, belasten die Liquidität künftig deutlich stärker.
Die Lösung: Flexibilität statt Starre mit der Pharmy AG
Wenn der Tarif "aufwandsorientiert" vergütet, muss auch Ihr Personaleinsatz "aufwandsorientiert" erfolgen. Mit Pharmy verwandeln Sie Teile Ihres starren Kostenblocks in variable Kapazität.
Ihr strategischer Vorteil ab 2026:
Effizienz bei Repetitionen: Da Sie an Repetitionen weniger verdienen, muss die Abwicklung effizient sein. Ein schlankes Stammteam erledigt das Tagesgeschäft kostendeckend.
Skalierung bei Aufwand:In Zeiten hoher Auslastung (Grippewelle, viele Neukunden, Impfaktionen) holen Sie sich gezielt Unterstützung durch unsere Springer (Pharmys).
Kostenwahrheit: Sie bezahlen externe Kapazität nur für die effektiv geleistete Einsatzzeit. Keine Lohnfortzahlung bei Krankheit, keine Kosten für unproduktive Zeiten.
Qualität sichern: Sie entlasten Ihr Kernteam in Stressphasen, damit genügend Zeit für die neuen, komplexeren Beratungsleistungen bleibt, die die LOA V tatsächlich besser vergütet.
Fazit: Agieren statt Reagieren
LOA V belohnt den effektiven Aufwand. Stellen Sie sicher, dass Sie auch nur für effektiven Aufwand bezahlen.
Für viele Apotheken wird die Umstellung eine Herausforderung für die Liquidität. Doch wer jetzt seine Personalplanung von Pauschal-Besetzung auf Bedarfs-Besetzung umstellt, wird auch unter den neuen Vorzeichen profitabel bleiben.
Ihr nächster Schritt zur LOA-V-Fitness: Wir rechnen nicht mit Pauschalen, sondern mit Ihrem Bedarf. Lassen Sie uns analysieren, wie Sie mit einem flexiblen Personalmodell mit Pharmy Ihre Kostenstruktur und die neuen Tarifbedingungen anpassen.
Kontaktieren Sie uns jetzt für einen individuellen Kostenvergleich:
info@pharmycare.ch I +41 78 675 62 82

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